Teil 1 der Serie „Gutes Leben 2019 – 12 Aspekte für einen nachhaltigen, bewussten und erfüllten Lebensstil“
Part 1/12 VISION FÜR EINE BESSERE WELT

Die Gründerin der Unverpackt-Läden Milena Glimbovski schreibt:

„Wir alle haben ein bisschen „Ich will die Welt retten.“ in uns. 
Aber es ist okay, wenn du erstmal nur einen Menschen rettest. 
Und es ist okay, wenn du dieser Mensch selbst bist.“ 

Und ich bin mit ihr in allen Punkten einer Meinung, würde es jedoch weiter fassen. Ja, dieses Weltrettungs-Gen ist in uns, und natürlich sollten wir uns gut um uns selbst kümmern. Aber genauso dürfen wir auch nach einer besseren Welt streben. Es wird seinen Grund haben, warum wir das in uns spüren.

Doch dieses „die Welt retten“ ist zugegebenermaßen ganz schön groß. Oft werden Menschen, die zugeben, dass sie dazu beitragen möchten, die Welt zu retten, belächelt. Oder als größenwahnsinnig abgestempelt. Dabei brauchen wir, jede*r, der mit zu dieser besseren Welt beitragen will, einen Traum, eine Vision davon.

Du kennst sicher das Sprichwort:

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“ von Lucius Annaeus Seneca

Und so setzen wir uns im privaten wie im beruflichen wie auch im Unternehmenskontext Ziele. Die Zahl der Zielerfüllungs- und Erfolgsratgeber geht vielleicht sogar in die Millionen.

Doch wo bleiben die Visionen und Masterpläne für eine bessere Welt?

Wenn wir uns die Lage der Welt anschauen, dann ist klar: Sie werden dringend gebraucht. Schließlich geht es dabei um unser aller Überleben, vor allem um das Überleben unserer Kinder und Kindeskinder. So erscheint die Erfüllung unserer Egoziele doch als verschwindend unwesentlich. Da wäre es doch gut, wenn wir uns auch diesen größeren Zielen widmeten und unsere Ziel zum Teil dieses Zieles, die Welt zu verbessern beitragen würden. Das wär doch was, oder?

Basis für eine Weltrettungs-Vision: Die globalen Nachhaltigkeitsziele

Und es gibt sie schon, die Visionen und Masterpläne für eine bessere Welt. Doch leider sind sie nur in bestimmten Szenerien bekannt. Es gibt da einen Masterplan für eine bessere Welt, den ich für herausragend halte und der zugleich auch eines Herzstück der Buches „Make World Wonder“ darstellt. Dieser Masterplan nennt sich „Die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs)“. 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben die SDGs im September 2015 bei einer UNO-Vollversammlung willkommen geheißen.

Mit ihren insgesamt 17 Zielen vereinen die SDGs alle globalen Herausforderungen unter einem Dach – vom Abwenden des Hungers bis zum Erlangen des Weltfriedens, vom Erreichen der Klimaschutz bis zur Geschlechtergerechtigkeit, vom Schutz der Meere und des Lebens an Land bis hin zur kontinuierlichen Bildungsangeboten für alle Menschen.

Hier kannst du einen Blick auf die SDGs werfen:

Die SDGs sind großartig – sie sind ein intellektuelles Meisterwerk, wurden sicherlich von tausenden Expert*innen, jeweils den besten ihres Genres entwickelt. Doch sind sie eben nicht bekannt. Sie sind (noch) keine Vision, die mitreißt und begeistert. Doch sie bieten eine hervorragende Orientierungs-Grundlage dafür, eine solche Vision zu entwickeln – eben weil sie systematisch alle Herausforderungen, denen wir uns gegenüber sehen, in einem Dokument versammeln.

Was den SDGs allerdings noch fehlt, ist: Begeisterung. Lust. Magie.

Die Lust machende Einladung an dich und mich, an diesem Weltwunder Weltrettung mitzuwirken.

Denn wir werden dafür alle gebraucht.

Die SDGs reißen noch niemanden so richtig vom Hocker.

Als die globalen Nachhaltigkeitsziele im September 2015 publizierten wurden, war ich freudig erregt und später sehr enttäuscht. Es war, als würde es sie gar nicht geben. Die großen Nachrichten nahmen nahezu null Notiz von ihnen. Dabei hätte ihnen ein riesiges Weltwunderfest gebührt. Die Nachrichten hätten rauf und runter berichten müssen – wie das beispielsweise passiert, wenn ein Mitglied der Royal Family heiratet.

Wir feiern Fußball-Weltmeisterschaften, wir feiern den Superbowl und Olympia, wir freuen uns auf die Rock-Popfestivals des Sommers. Aber so einen bedeutsamen Schritt für die Menschheit wie die SDGs feiern wir nicht? Wir hätten sie mit einer riesigen Laola-Welle empfangen dürfen, wir hätten dafür auf allen Straßen dieser Welt tanzen müssen.

All das ist zwar nicht passiert, doch ich bin in der Tiefe davon überzeugt, dass die Orientierung an den globalen Nachhaltigkeitszielen uns sehr weiter helfen könnte. Um so richtig Lust auf sie zu machen, braucht es wohl einen Traum, eine Vision für eine bessere Welt – und viele Leute, die lust- und natürlich manchmal auch leidvoll dafür gehen.

Die Vision, mit der du dich wohl am tiefsten identifizieren kannst, ist deine eigene.

Ich finde die Vorstellung wundervoll, wenn viele von nicht nur Visionen für sich selbst, sondern auch eine Vision für eine bessere Welt entwickeln würden.

Wir in unserer westlichen Welt leben in einem solchen Luxus, sind so privilegiert. Wir können all das Wissen, all die Freiheit, all den Reichtum, den wir haben, auf diese Weise zurückgeben. Es ist unsere Aufgabe.

Dein Weg zur Vision für eine bessere Welt

Eine Vision für eine bessere Welt erstellst du genauso, wie du eine Vision für dich erstellst.

Dabei können dich unterstützen kann:

Für deine Vision kannst du unterschiedliche Darstellungsformen wählen:

  • schriftlich
  • wenn du nicht so gut im Schreiben bist, kannst du die Vision auch aufsprechen (bspw. in dein Smartphone einsprechen, du kannst ihn dann später verschriftlichen bzw. verschriftlichen lassen)
  • eine Visionscollage (besorge dir unterschiedliche Zeitschriften und bastel dir daraus ein Bild deiner Vision).

Vielleicht nimmst du dir auch einmal mit einigen Menschen Zeit und ihr erstellt gemeinsam eine Vision für eine bessere Welt? Das kann verdammt viel Freude bereiten. Ich habe das vor einigen Jahren einmal mit einer Gruppe von Menschen für meine Wahlheimatstadt Hannover getan – und dabei ist eine riesige Visionscollage entstanden, die wir im hannoverschen Rathaus (gemeinsam mit unserem Traum dazu) präsentieren durften – ich habe die Visionscollage hier eingefügt unterhalb der Überschrift „Der Weg zur Vision“. Das nebenstehende Bild gibt dir einen Eindruck davon, wie groß unsere Visionscollage tatsächlich ist…)

Einladung zum Träumen!

Bitte finde Räume zum Träumen – für dich und mich, für uns. Für eine bessere Welt.

Es heißt nicht ohne Grund:

„Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum.
Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.“
(Friedensreich Hundertwasser)

Dabei besteht unser großer Irrtum wohl darin, dass wir alle denselben Traum haben müssten. Wir haben viel Zeit damit verschwendet, uns auf einen gemeinsamen Traum zu einigen bzw. darum gestritten, welches denn dieser Traum ist. Doch unsere Träume dürfen vielfältig sein.

Mein ganz persönlicher Traum von einer besseren Welt

Als Inspirationsgrundlage für deinen Traum mag ich nun meinen Traum von einer besseren Welt mit dir teilen.

(Mir ist bewusst, dass du mich nun für verrückt halten magst und mich vielleicht für größenwahnsinnig und anmaßend hältst. Das kannst du gerne machen, ich nehme das in Kauf. Übrigens habe ich lange gezaudert damit, das, was du gleich siehst und liest, an die Öffentlichkeit zu bringen. Nie war der Zeitpunkt: Ich selbst war natürlich nicht weit genug. Die Idee war noch nicht ausgearbeitet genug, die Kampagne dafür musste erst noch geplant werden. So war der Zeitpunkt eben immer: Jetzt noch nicht. Doch der richtige Zeitpunkt ist immer JETZT.

Ich weiß für mich, dass ich schon nach Jahren danach suchen, wie wir als Menschen es schaffen können, einen Lebensstil zu kultivieren, der gut für uns alle, auch für den Planeten Erde, ist. Und das, was ich gleich mit dir teile (und alles, was ich damit vorhabe bzw. sich daraus weiter entwickelt), ist ein weiterer Versuch.)

Mein Traum nimmt die globalen Nachhaltigkeitsziele zur Orientierung. Ich habe die einzelnen Aspekte der globalen Nachhaltigkeitsziele so formuliert, dass sie attraktiv sind, mich anziehen und verlockend wirken. Außerdem habe ich gemeinsam mit dem Künstler und Illustrator Joy Lohmann Pictogramme entwickelt, die Grafikdesignerin Christina Pauls hat uns bei der Umsetzung unterstützt.

Hier findest du meinen Traum in seinen 17 Aspekten in visualisierter Form – und darunter mein Verständnis davon:

Wie wir leben werden – Ein Zielhorizont für mich und dich und die Welt

(inspiriert von den Globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen,
verabschiedet am 25. September 2015)

1* Reichtum und Fülle

Wir erfreuen uns demütig an den Reichtümern dieser Welt und teilen sie achtsam miteinander. Wir wissen, dass wir hier zu Gast sind und uns im Grunde nichts gehört. Jeder Mensch auf der ganzen Welt hat den Anspruch auf eine angemessene Grundversorgung, wenn er oder sie sich aufgrund von Krankheit, Krise oder Neuorientierung bedürftig ist. Diese Grundversorgung wird bedingungslos gewährt, denn wir sind im Vertrauen zueinander und wissen, dass jede*r sich in dieser Gesellschaft einbringen und zu einer besseren Welt beitragen möchte.

Wir wissen: Dafür ist es manches Mal notwendig, sich schöpferische Pausen, Müßiggang und Innehalten zu gönnen, um sich nach diesen verdienten Ruhephasen noch viel besser wieder einbringen zu können.

2* Gesunde Nahrung für Alle.

Köstliche, gesunde, mit Liebe und Achtsamkeit gegenüber allen Wesen produzierte Lebensmittel aus der Region sind für alle Wesen verfügbar. Wir können heute im Jahr 2019 12 Milliarden Menschen mit Lebensmitteln versorgen und haben in der Zukunft gute Lösungen dafür gefunden, dass sie gerecht geteilt werden.
Unsere Lebensmittel produzieren wir mit Liebe und auf natürliche Weise. Chemische Substanzen, die unsere Erde vergiften, haben bei ihrer Produktion keinen Platz. Wir respektieren und wertschätzen die Menschen, die Lebensmittel für uns herstellen und bezahlen sie dafür angemessen. Die Verschwendung von Lebensmitteln haben wir weitgehend abgeschafft.

3* Heilung und Gesundheit in vielen Facetten.

Indem wir einander gut tun, uns vertrauensvoll begegnen, uns liebevoll in unserer Potenzialentfaltung fördern und allen Menschen und Wesen den Zugang zu köstlicher und gesunder Nahrung, gutem Wasser, ausreichend Bewegung und Entspannung ermöglichen, tragen wir bereits im besten Sinne dazu bei, dass wir gesund bleiben.
Wenn ein Mensch erkrankt, dann fördern wir umfassend und mit ganzheitlichem Ansatz dazu seinen Heilungsweg – sowohl schulmedizinisch als auch mit alternativen Ansätzen. Wir wissen auch um die psychischen Ursachen von Erkrankungen und beziehen diese Facetten in den Heilungsprozess ein.

Eine medizinische Grundversorgung ist für jeden Menschen gewährleistet und wird bedingungslos gegeben.

4* Lebenslang begeistert lernen.

Wir haben erkannt, dass wir Menschen einen Großteil unseres Potenzials mit Mitteln der klassischen Bildung haben verkümmern lassen, weil wir Bildung als Pflichtprogramm angesehen und uns vornehmlich auf die Schulung unserer geistigen Kapazitäten konzentriert haben.

Mittlerweile sehen wir Bildung als ein großartiges Geschenk, auf vielfältige Art und Weise mit allen Sinnen lernen zu dürfen.  Mit allen Sinnen zu lernen heißt mit Herz, Hirn und Hand zu dabei zu sein – Bildung ist nicht allein Kopftraining, sondern ganzheitlicher Natur. Wir lernen in unterschiedlichsten vielfältigen Formaten mit Freude, Spiel und Ernsthaftigkeit, indem wir ausprobieren, reflektieren und auch mal innehalten. Zu lernen ist ein lebenslanger Prozess, der niemals aufhört. Jeder Mensch bekommt den Zugang zu den Bildungsmöglichkeiten, die er oder sie sich wünscht.

5* Unsere menschliche Vielfalt feiern.

Wir würdigen und wertschätzen unser aller Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion sind eine Selbstverständlichkeit. Wir feiern unsere kulturelle Vielfalt und unterstützen uns dabei, uns unserer kulturellen und religiösen Wurzeln zu erinnern und sie in ihrer weiteren Entfaltung zu fördern.

Auch in unseren Rollen und geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Neigungen gestehen wir uns Vielfalt und Gestaltungsfreiheit zu – sofern sie die Würde und Wertschätzung anderer Wesen wahrt. Es gibt nicht nur Frauen und Männer, sondern viele „Zauberwesen“. Uns eint, dass wir alle Menschen sind.

6* Das Lebenselement Wasser schützen.

Neben der Erde, der Luft und dem Feuer, ist das Wasser eines der zentralen Lebenselemente. Die Erde besteht zu 70 Prozent aus Wasser, der Mensch besteht es auch. Alles, was wir ins Wasser geben, wird zu uns zurückkommen. Deswegen ist es besonders schützens- und bewahrenswert. Das haben wir erkannt und so handeln wir auch. Wasser ist genauso frei wie die Luft, die wir atmen. Wasser ist ein Menschenrecht, ein freies Gut, das für alle verfügbar ist.

7* Positive Energie gewinnen.

Bereits vor einigen Jahrzehnten hatten wir erkannt, dass zwar einige hoch potente Energiequellen wie etwa die Atomenergie oder auch fossile Energieträger existieren, ihre Nutzung aber höchst gefährlich ist und die Balance des Gesamtsystems zerstört. Jetzt haben wir es geschafft, genügend Energie aus förderlichen Quellen (Sonne, Wind und Wasser) zu schöpfen, dass damit weitgehend alle Menschen auf der Erde versorgt werden. Die Energiewende ist uns gelungen.

 8* Eine Wirtschaft, die dem Leben dient

Wir haben erkannt und korrigiert, dass monetäres Wachstum nicht primäres Ziel des Wirtschaftens ist. Das Augenmerk der neuen Wirtschaftsordnung, die wir etabliert haben ist darauf gerichtet, dass wir mit ihr ein gutes Leben für alle ermöglichen können – mit den Aspekten, die allen Wesen dienlich sind. Eine derartige Wirtschaft beutet nichts und niemanden mehr aus und hat stets das Wohl aller im Blick. Zur Entwicklung dieser neuen Wirtschaftsordnung waren die Konzepte der Postwachstums-Ökonomie, der degrowth-Bewegung und der Gemeinwohl-Ökonomie sehr hilfreich.

Wir haben außerdem erkannt: Jeder Mensch möchte schöpferisch tätig sein. Wir vertrauen einander, dass jede*r Mensch sich mit seinen Talenten und Fähigkeiten in dieser Gesellschaft einbringt, wie er oder sie es vermag. Dazu braucht es auch Pausen. Die Zeiten von Sklaverei und Akkordarbeit sind endgültig vorbei. Dazu ist unser aller Leben und jeder Mensch, jedes Wesen, viel zu wertvoll.

9* Achtsame Innovationen & Infrastrukturen

Alle Erfindungen, die wir machen, sind im Morgen von Heute von dem Geist getragen, dass sie uns weiterbringen und dem Leben dienlich sind. Wir entwickeln nichts mehr „des Geldes“ wegen, sondern weil es Werte schafft und Sinn macht. Die Infrastrukturen (Straßen, Staudämme, Kraftwerke, „Datenautobahnen“) werden in Achtsamkeit gegenüber den Ressourcen der Welt und aller Wesen, die darauf leben, errichtet.

 10* Gerechtes Teilen macht Freude.

Wir erinnern uns staunend an eine Zeit, als 62 superreiche Menschen genauso viel besaßen wie die halbe Welt. Das ist für uns heute unvorstellbar. Natürlich verdienen wir nicht alle gleich viel, aber die reichsten Menschen verdienen „nur noch“ rund zehnmal so viel wie die ebenfalls gut situierten Menschen. Dabei ist jemand, der zehnmal so viel verdient, nicht mehr Wert und wichtiger, als jemand, der weniger verdient und weniger reich ist.*
Wenn ein Mensch bedürftig ist, dann teilen wir unser Hab und Gut mit ihm. Jeder hat ein bedingungsloses Recht auf einen Schlafplatz und Grundversorgung.

Wichtig ist uns auch, dass jeder Mensch die gleichen Chancen hat, Bildung zu genießen, eine Unterkunft und Lebensmittel zu bekommen – und zwar bedingungslos. Und so, wie jede*r Mensch (Chancen-)Gleichheit genießt, so verhalten sich auch Staaten untereinander. Es gibt keine Entwicklungsländer und wohlhabende Länder mehr. Jede Nation genießt die gleichen Rechte. Ach, und natürlich könnten wir hier auch nochmal darüber nachdenken, warum es überhaupt Nationalstaaten braucht…

11* In guter Nachbarschaft.

Noch zu Beginn unseres Jahrtausends gab es eine Entwicklung, dass sich auf der einen Seite Stadtviertel bildeten, in denen Wohnraum immer teurer wurde – und auf der anderen Seite Slums. Dieses Phänomen gehört heute der Vergangenheit an. Wohnraum ist überall bezahlbar. Wir achten darauf, dass es neben behaglichen Wohnraum, der nach ökologischen Kriterien instandgehalten und renoviert wird, auch ausreichend Grünflächen gibt, in denen wir uns erholen können.

Viele Städte und Gemeinden sind zu essbaren Städten geworden, d.h. Nutzflächen sind begrünt und mit Obst und Gemüse bebaut, das zur freien Verfügung steht. Es haben sich Gärtner- und Einkochgemeinschaften gebildet. In vielen Stadtvierteln und Gemeinden gibt es „Suppenküchen“ – Nachbarschaften haben sich organisiert, um gemeinsam zu kochen, zu bauen, zu handwerkern, zu basteln und zu spielen. Auch die Kinderbetreuung und Begleitung älterer Menschen ist oft nachbarschaftlich organisiert.

12* Der Kreislauf von Geben und Nehmen

Wir haben erkannt und umgesetzt, dass jede unserer (Kauf-)Handlungen und Tätigkeiten Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Deshalb sind wir viel achtsamer unterwegs als noch vor einigen Jahrzehnten, als wir nach dem Konzept lebten, als ob die Ressourcen dieser Erde fortwährend nachwachsen würden. Wir haben verstanden, dass das Leben sich in Kreisläufen vollzieht, und so konsumieren wir bewusster.

(Lebensmittel-)Verschwendung gehört der Vergangenheit an, unser Abfallaufkommen ist auf ein Minimum reduziert und wir haben eben solche Produktionskreisläufe kreiert – bspw. nach dem Prinzip des Cradle to Cradle. 

13* Frischer Wind für gutes Klima

Durch die Nutzung neuer, natürlicher Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasser und dem damit einhergehenden Verzicht auf Energieträger, die die Luft verschmutzen (wie Kohle, Erdöl und Erdgas) ist es uns gelungen, die Luft und unsere Atmosphäre immer reiner zu halten. So konnten wir dem drohenden Klimawandel in letzter Sekunde Einhalt gebieten. In unserem gesamten Alltag, in unserem Konsum und unserer Mobilität sind wir achtsam gegenüber der Umwelt unterwegs. Wir haben unseren ökologischen Fußabdruck drastisch reduziert.

14* Die Meere schützen.

Eine ganze Zeit lang nutzten wir Menschen die Meere einfach als kostenlose Müllhalde, bis uns die Folgen bewusst wurden: die Ozeane waren vermüllt und übersäuert, viele Tiere verendeten, weil sie zu viel Müll verspeist hatten, der sich nicht verdauen ließ. Außerdem überfischten wir die Meere, so dass einigen Fischarten vom Aussterben bedroht waren.

Dank einiger Programme zur Meeressäuberung konnten wir diese Entwicklung abwenden. Heute wissen wir um den Kreislauf des großen Ganzen und achten darauf, die Meere zu schützen.

15* Die Erde heiligen

Haben wir noch bis in dieses Jahrtausend hinein nach dem Prinzip gelebt, dass wir uns die Erde untertan machen können, so haben Heute im Morgen wir verinnerlicht, dass wir Teil der Erde und Teil der Schöpfung sind. Wenn wir die Erde und die Artenvielfalt nicht bewahren, werden auch wir Menschen uns abschaffen. So wir es geschafft, dass einige Arten auf dieser Welt durch unser Zutun aussterben mussten. Deswegen achten wir heute darauf, die Natur und ihre Wesen zu schützen, wir bewahren Wälder und Naturschutzgebiete. Der Mensch hat uns schon genügend Flächen urbar gemacht.

16* Give peace a chance…

Wir haben erkannt, dass Waffen die unsinnigste Erfindung der Menschheit überhaupt waren – zumindest jene Waffen, die dazu dienten, Krieg zu führen. Wir Menschen misstrauen einander nicht mehr und haben einen Großteil der Waffen daher auch gar nicht mehr nötig. Gewalt ist keine Lösung mehr, und natürlich ist auch die Folter abgeschafft. Weil wir wissen, dass wir unendlich reich sind, gehören auch Korruption und Bestechung der Vergangenheit an. Wenn es denn nötig ist, hat jeder Mensch Zugang zu einer unabhängigen Justiz.

17* WE are the world

Das Internet und die sozialen Netzwerke wie auch unsere spirituelle Erfarhungen haben uns sehr deutlich vor Augen geführt, dass wir alle miteinander verbunden sind, dass wir Menschen alle gleich sind, ganz unabhängig davon, wo wir leben und welche unterschiedlichen Wurzeln wir haben. Wir sind Teil eines großen Organismus und Gewebes. Und so ist es uns bewusst und wichtig, dass jede*r seinen Teil dazu beiträgt, dass wir alle ein gutes Leben leben können.

Wir sind alle so mächtig, und wir ermächtigen uns gegenseitig und stärken uns und alle Netzwerke, die in diesem Dienst unterwegs sind. Damit wir diesen Zielhorizont erreicht haben konnten, haben unendlich viele Menschen dazu beigetragen:

*viele Ehrenamtliche Menschen wie du und ich, die sich in den Millionen von NGOs engagiert haben
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Angestellte und Führungskräfte von Unternehmen
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Politiker*innen
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Wissenschaftler*innen
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Lehrer*innen
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Geschichtenerzähler*innen
*
Heiler*innen
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Liebende.

Jede*r ist richtig und wichtig an seinem Platz.
Wir sind organisiert in kleinen Gemeinschaften, so dass jede*r sich gesehen fühlt.

DANKE FÜR UNS ALLE GEMEINSAM.

 

Ich danke dir, dass du diesen Text gelesen hast!

Was sind deine Gedanken und Gefühle dazu?

Könnte das ein Ansatz sein?